01.03.2010
Rankweil verteidigt Titel
Als amtierender Landesmeister der CS Elite Hockey Liga gaben die Verantwortlichen unter Neo-Obmann Philipp Amann ein hohes Ziel vor: man wollte unbedingt den Titel verteidigen und neuerlich Gold nach Rankweil holen. Mit einer soliden Saison mit einigen Tiefs zu Saisonbeginn, fand sich das Team immer besser.
Die Neuzugänge sowie die hin und wieder notwendige Verstärkung durch VEU-Jugendspieler stellten für Trainer Walter Sternat eine gute Basis dar. Bis zum Start der entscheidenden Playoff-Spiele festigte sich die Mannschaft und bot immer wieder beste Eishockeykost. Am letzten Samstagnachmittag (27.02.) fand im Herrenriedstadion das entscheidende 2. Finalspiel gegen den SC Hohenems statt. Das erste Finalspiel ging in einem packenden Spiel mit 8:4 an Rankweil. Obwohl der HC SAMINA Rankweil gut vorgelegt hatte, gab man sich in Hohenems noch nicht geschlagen und machte via Homepage eine klare Kampfansage an Rankweil. Damit lag die Spannung schon vor diesem Spiel in der Luft und über 400 Zuschauer wanderten auf die Tribüne des Herrenriedstadions – sie wollten dabei sein. Und auch der Vorarlberger Eishockey Verband hatte nach der Schiedsrichterkritik der Hohenemser reagiert: es liefen erstmals 3 Schiris aufs Eis.
Trainer Walter Sternat ließ sein Team in unveränderter Aufstellung und mit drei Linien einlaufen. Rasch zeichnete sich ab, dass der Hohenemser Trainer mit nur zwei Linien darauf aus war, soviel wie möglich Tore zu schießen. Denn dies war für Hohenems die Voraussetzung, das Ruder doch noch herum zu reißen. Und tatsächlich – bereits in der 4. Minute ging Hohenems nach mächtigem Druck durch Dominic Hollenstein mit 1:0 in Führung! Das zweite Finalspiel war lanciert. Obwohl auch Rankweil zu Chancen kam, stürmten die Hohenemser immer wieder auf das Rankweiler Tor – doch Philipp Stampfl wurde seinem guten Ruf in der Liga gerecht und wehrte zahlreiche hochkarätige Chancen ab. Und in der 11. Minute war es Wolfgang Sternat der auf schönes Zuspiel von Nico Senft zum ersten Mal den ebenfalls gut agierenden Hohenemser Goalie Philipp Hollenstein bezwang.
Nach dem Ausgleichstreffer wachten nun auch die Rankler mehr und mehr auf und zeigten schöne Kombinationen mit gefährlichen Torschüssen. Die Entscheidung mit einem Schiedsrichter-Trio zu arbeiten war eine gute, denn das Spiel blieb über weite Strecken fair und die Schiris ließen "nichts anbrennen". In der 15. Minute waren es dann allerdings wieder der Hohenemser SC, als Fabian Hämmerle unter dem Jubel der Hohenemser Fans die Führung herausschoss. Dies war dann auch der Pausenstand nach dem 1. Spieldrittel. Rankweil hatte beim Torverhältnis immer noch ein Plus von 3 Toren. Denn sollte Hohenems gewinnen, war das Torverhältnis entscheidend.
Die kurze Pause wurde genutzt, um sich nochmals gegenseitig zu motivieren, denn man wollte auch das 2. Finalspiel unbedingt gewinnen. Trainer Walter Sternat schwörte die Truppe ein und war überzeugt, dass die Hohenemser das 2. Spieldrittel mit vollem Elan angingen und unbedingt das dritte Tor schießen wollten. Also war volle Konzentration gefragt. Und der Trainer sollte Recht behalten – es waren exakt 13 Sekunden gespielt und der Puck lag im Tor der Rankler! Es war wieder Dominic Hollenstein, dem es erneut gelang "Piper" zu bezwingen. Jetzt war natürlich "Pfeffer" in der Partie, denn die Hohenemser machten jetzt einen sehr entschlossenen Eindruck auf dem Eis. Und es sollte ganz dick kommen – bereits eine Minute später bekam Hohenems einen Penalty zugesprochen! Das war die Chance auf das 4:1 und es war auf der Rankler Fanseite sehr ruhig geworden. Doch einmal mehr konnte Philipp Stampfl seine Klasse beweisen und parierte. Dies war nun der endgültige Startschuss für die Rankler, die nun voll auf Offensive umschalteten. Man hielt jetzt viel besser dagegen und erarbeitete sich auch hochkarätige Chancen, die Philipp Hollenstein immer wieder zunichte machte. In der 33. Minute verhinderte dann nur noch ein Foulspiel der Hohenemser den Anschlusstreffer und es gab Penalty für Rankweil. Jetzt waren die Fans auch voll erwacht und die Rankler feuerten Michal Kopas an, der zum Penalty antrat. Doch Hollenstein, entpuppte sich ebenfalls als Penaltykiller und hielt! Dies gefiel Michal Kopas gar nicht und schon eine halbe Minute später zeigte er mit einem Traumtor seine Klasse und der Anschlusstreffer zum 2:3 war geschafft. Jetzt spürte man plötzlich auf und neben dem Eis wieder die Rankler "Sieger-Energie" und von dem Zeitpunkt weg tat sich Hohenems immer schwerer zu einem weiteren Torerfolg zu kommen. Und fünf Minuten nach seinem ersten Tor schlug Michal Kopas wieder eiskalt zu und schaffte unter dem Jubel von über 200 Rankler Fans den Ausgleich! Und weil’s so schön war, legte Martin Pfister eine Minute später nach Zuspiel von Moosbrugger Markus und Nico Senft mit einem platzierten Schuss nach und stellte die erstmalige Führung für den HC SAMINA Rankweil her. So stand es nach dem 2. Spieldrittel 3:4 für Rankweil.
Nach der Pause war man nun auf Rankler Seite auf alles gefasst – von nochmaligem Sturmlauf der Hohenemser bis zu möglichen Frusteklats auf dem Eis. Doch die Schiris hatten das Spiel voll im Griff und es wurde weiterhin bestes Eishockey geboten. In der 46 Minute nahm Martin Pfister mit seinem zweiten Tor die endgültige Hoffnung, dieses Spiel mit der nötigen Tordifferenz zu gewinnen. Hohenems spielte zwar engagiert weiter, doch sie kamen nur noch kurz vor Schluss zum Anschlusstreffer durch Sven Bamert. Das 2. Finalspiel endete somit 4:5 für Rankweil und der HC SAMINA Rankweil kürte sich so zum neuerlichen Landesmeister in der CS Create Eishockey Liga.
Es kam dann zum gewohnten Jubelszenario auf dem Eis und auf der Tribüne. Sofort nach dem Spiel kam es zur Übergabe der Silbermedaillen an Hohenems und natürlich der heiß ersehnten Goldmedaillen für die Rankler Spieler und Funktionäre.
Trainer Walter Sternat war überglücklich: "Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Einmal mehr konnte der Kampfgeist und Siegeswille meines Teams nicht gebrochen werden. In Rankweil hat auch diese Saison auf und neben dem Eis alles perfekt geklappt. Als Trainer freue ich mich für das Vertrauen und bin stolz, dass uns die Titelverteidigung gelungen ist."
Der neue Obmann und Kapitän der 1. Kampfmannschaft Philipp Amann meinte nach dem Spiel: "Wir haben uns die Latte selbst hoch gelegt. Nach einigen Startschwierigkeiten haben wir uns zu einem Superteam entwickelt. Jeder wollte den Titel verteidigen und wieder Meister werden. Das haben wir nun geschafft. Damit ist Rankweil innerhalb von drei Jahren wieder zu einer Hochburg im Vorarlberger Eishockey geworden."
Auch SAMINA-Chef und Hauptsponsor Günther W. Amann freute sich über den neuerlichen Titelgewinn. "Als Hauptsponsor freue ich mich nicht nur im Namen von SAMINA, sondern auch für alle Sponsoren, den Funktionären und Helfern, den treuen Fans, der Marktgemeinde Rankweil und den Eismeistern für diesen tollen Erfolg. Eine Titelverteidigung ist immer der beste Beweis, dass man mehr richtig wie falsch gemacht hat."






